Name-Verzeichnis - Name / Person-Info zu "Sessinghaus"

Infos zu "Sessinghaus"

Zu Sessinghaus gibt es bei Yasni 22 unterschiedliche Namen.

Sessinghaus ist in der Rangreihe der häufigsten Nachnamen bei Yasni auf Platz 2406.

Bedeutung von "Sessinghaus"

Das hier behandelte Geschlecht Sessinghaus beginnt mit seiner ununterbrochenen Stammfolge anfangs des 18. Jahrhunderts in Kierspe. Es sind überwiegend Hammerschmiede, die mutmaßlich, aber bereits eine generationenlange Tradition dieses Gewerbes fortführen. Namengebend dürfte der Ort Sessinghausen südlich von Hagen sein, am nördlichen Rand des alten Amtes Kierspe gelegen. Aus den Akten des Hauses Rhade aus dem Jahre 1207 ist zu ersehen, dass um diese Zeit bereits die Höfe, Sessinghausen 3 Malter Hafer an den Hof Rade (Haus Rhade) zu liefern hatten. Ein weiteres Sessinghausen im Amt (Berg) Neustadt wird mit davon abzuleitenden Namens- Trägern schon mehrfach im 14. bis 15. Jahrhundert genannt. 1440 ein dort gelegenes Freigut dieses Namens (Freigut im Amte Neustadt u.a. Sessinghausen). 25 .7.1351 = Johann van Sessinghusen, zu der Zeit ein Vrygrve (Freigraf), - als Zeuge. Die Siedlung Sessinghausen bei Bollwerk befindet sich rechts der Volme in der Nähe einer alten Wegkreuzung ( Volmetal und Halver - Lüdenscheid) und gehört zum Kirchspiel Kierspe, das auf einem Höhenzug des Süderländischen Berglandes, des Volmegaues, der altpreußischen Grafschaft ?Mark " liegt , gemeinhin ?Sauerland " (= Süderland) benannt. Nach der Zeit der Herrschaft des fränkischen Salhofes ?Rhade auf der Volme" über die Mehrzahl der Kiersper Güter und Wechsel von der Herrschaft der Erbvogtei ? von Werden" an die Grafen ? von der Mark" fiel im Frieden von Xanten vor ca. 350 Jahren, die Grafschaft Mark, somit auch Kierspe, an den Brandenburg - Preußischen Staat. Die überwiegend der Meistgeerbtenschicht angehörigen Einwohner zu Sessinghausen waren im Nebenberuf mit Eisenschürfung und - Verhüttung, dem Schmiedehandwerk und gelegentlichem Fernhandel befasst. Aus der Geschichte der sauerländischen Eisenbergbaus ist die Schürferlaubnis (= Mutschein) vom 12. Juni 1464 bekannt, einer der ältesten schriftlichen Belege für den Bergbau um Lüdenscheid, die zum ersten Male den Namen "Sessinghaus" mit Berg und hüttenmännischer Tätigkeit verknüpft. Neben den Eisenschmelzhütten entstanden im Laufe der Zeit durch Ausnutzung der Wasserkraft der Volme und der kleinen Seitenbäche die Hammerwerke, die das Roheisen zu Eisenknüppeln aus- schmiedeten, die man allgemein als "Osemundknüppel" bezeichnete.

(Eingesendet von Karl-Heinz Sessinghaus)

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